Edelmetall für Dernauer Leichtathletinnen bei den Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterschaften
Dernau/Ludwigshafen: Das vorletzte Januarwochenende des neuen Jahres stand ganz im Zeichen der Rheinland-Pfalz-Hallenmeisterschaften in der Leichtathletik. Den Auftakt am Samstag machten die U18-Nachwuchsathleten, die in Ludwigshafen am Rhein ihre Meister suchten. Am Sonntag wurde die Meisterschaft mit der U20 und U16 fortgesetzt.
Mit neun Nachwuchsathletinnen nahm der SV Blau-Gelb Dernau (in der LG Kreis Ahrweiler) in sieben Lauf- und vier technischen Disziplinen teil und gewann dabei insgesamt acht Einzelmedaillen – 5x Silber, 3x Bronze – und eine Silbermedaille mit der Mixed-Staffel.
Über die 60- und 200-m-Sprintdistanzen erreichten Julia Urbaniak und Paula Dahmen in der WJU18 mit persönlichen Bestzeiten (pB) Platzierungen im mittleren Bereich eines großen Teilnehmerfeldes. Im Hochsprung zeigte Paula ihr vielversprechendes Potenzial. Wenngleich die Latte im letzten Versuch über die 1,50m nicht liegen blieb, war dieser Sprung in Anlauf- und Absprunggestaltung sowie der Lattenüberquerung der beste der 15-Jährigen. Die Ferse war es, die die Latte riss. Die Meckenheimerin erreichte Platz 5 bei ihrer zweiten Hallenlandesmeisterschaft.
In der WJU20 gewann Isabella Zavelberg im Dreisprung und Barbara Bitzen im Kugelstoßen jeweils die Bronzemedaille. Mit Platz vier über die 400m und Platz 12 über die 200m beendete Isabella das erste Highlight des Jahres.
Die zwei Dernauer Rookies Tabea Emons (W14) und Alicia Klare (W15) – beide nahmen erstmals an einer Landesmeisterschaft teil – waren mit dem Erreichten sehr zufrieden. Beide machten ihre Sache richtig gut. Tabea kam im Kugelstoßen auf einen tollen achten Platz. Alicia belegte über die 800m einen hervorragenden fünften Platz.
Auch in der Leichtathletik hat sich der Videobeweis bewehrt, wurde doch Johanna Scheufen (W15) über die 300m disqualifiziert, weil sie die Bahnbegrenzungslinie im Sprint mehrfach betreten haben soll. Doch Johannas Trainer, der den Lauf filmte, legte Protest ein und es konnte im Ergebnis kein Regelverstoß festgestellt werden. So wurde die Ahrweilerin verdient Fünfte. Darüber hinaus erreichte sie im Hochsprung mit übersprungenen 1,42m einen guten vierten Platz.
Magdalena Schuh (W14) kehrte mit 2x Silber und 1x Bronze an die Mittelahr zurück. Im Weitsprung fehlten der 12-Jährigen nur 4 Zentimeter zur Goldmedaille. So wurde sie mit 4,90 m Rheinland-Pfalz-Vizemeisterin. Das Magdalena eine gute Hürdensprinterin ist, zeigte die Linderin auch in der Rheinmetropole. Mit neuer pB in 9,93 Sekunden sprintete Magdalena auf den Bronzerang.
3x Silber und 1x Bronze war die Ausbeute von Lina Näkel (W15). Mit Platz zwei und der Vizemeisterschaft im Hochsprung startete Lina richtig gut in den langen Wettkampftag. Es folgte der Hürdensprint und es passierte, womit keiner gerechnet hatte: Lina schied aus. Deutlich in Führung liegend touchierte sie die dritte Hürde, kam aus dem Tritt und konnte den Sprint nicht beenden. Die Enttäuschung war dementsprechend groß, war es doch die sicher geglaubte Titelchance. Aufstecken und den Kopf hängen lassen ist nicht ihre Art und so zeigte sie im Kugelstoßen und 60-m-Sprint ihr großes Kämpferherz. Zumal es zwei Disziplinen sind, in welchen Lina nicht mit einer Medaille rechnete. Umso bemerkenswerter das Kugelstoßen der 13-Jährigen: Mit neuer pB und 10,79m holte Lina die Vizemeisterschaft. Auch über die 60m lief die Dernauerin so schnell wie nie zuvor und holte Bronze.
Am frühen Abend, 18:45 Uhr, stand als letzte Herausforderung des Tages die 4x200-m-Staffel auf dem Programm. Als eine von 13 Staffeln, dominierte die Staffel mit Lina Näkel, Magdalena Schuh und den Dahhan-Brüdern (beide TuS Ahrweiler) ihren Staffellauf. Nur die Staffel aus Mainz war schneller als das LG-Quartett. Dementsprechend groß war die Freude über die Vizemeisterschaft.